Montag, 1. Oktober 2007
Die Orientierungslosigkeit
ginoutz, 22:00h
In Anlehnung auf eine Person in meinem Umfeld
Einleitung:
Sie ist 20 Jahre alt und das einzige was mir gleich einfällt, sie ist blind und orientierungslos!!!
Ich stelle mir grad vor, wie mein Leben aussehen würde, wenn ich so währ.
André, mein Arbeitskollege muss dafür heute herhalten.
„André?“ Ich sehe ihn ja nicht. Ich bin Arm und blind, da die Ärzte mich verpfuschten, das erzähl ich jedem der es hören will oder auch nicht. „André, wo bist du?“
„Hier bin ig.“ André ist ein Brandenburger, manchmal hört man es, was ich nicht so schlimm finde. Er kommt und nimmt meine Hand. In der anderen Hand steht’s meinen Blindenstock, die Anderen sollen ja sehen, wie schlecht es mir ja geht. Ich habe ständig neue Krankheiten. Meine Mitmenschen müssen es hören. Es soll ja Blinde geben, die ja glücklich sind.
Na ja, wir laufen die Straße runter. André meine Hand haltend. Er erzählt was. Mir ist es egal, weil es nur mich und meine Schmerzen gibt. Ich bin arm und blind noch dazu!!! Darüber sollten wir reden und nicht über was anderes!!! Er führt mich also weiter durch die Stadt, ohne ihn währ ich hilflos. Was ist, wenn er mich stehen lässt? Ich finde ja nicht allein wieder heim. Die Mitmenschen sind ja gemein, außerdem müsste ich ja jemandem sagen, wo ich wohne. Bin ich nicht arm dran? Mal Ehrlich, die hätten damals aufpassen können. Das Leben könnte so schön sein. Mittlerweile am Ziel angekommen sehe ich wieder glückliche Menschen. Sind ja alle nur Doof. Sie können ja nicht glücklich sein, da sie alle nichts sehen.
Der Druck wird immer stärker. André will sein eigenes Leben wieder haben und hat keine Lust mehr, mich zu führen. Eigentlich hatte ich ja nur ein Blindenstock, weil man mir sagte, dass ich einen brauche. Ich sah das bisher nicht so. Aber wenn ich ihn hab, dann kann ich damit Mitleid erregen.
Ich hab da noch so einen Kollegen, der macht Weblogs und Podcasts. Er ist immer so gemein zu mir. Er sagt mir knallhart ins Gesicht:
„Mitleid kriegst du umsonst, neid muss man sich erst verdienen“
Ist das nicht gemein, das zu einem Blinden zu sagen? Na ja, irgendwann werde ich sehen und dann zeig ich es ihm. So lange muss mich eben jemand führen und mir die Welt zeigen. Ich kann es ja nicht allein
Einleitung:
Sie ist 20 Jahre alt und das einzige was mir gleich einfällt, sie ist blind und orientierungslos!!!
Ich stelle mir grad vor, wie mein Leben aussehen würde, wenn ich so währ.
André, mein Arbeitskollege muss dafür heute herhalten.
„André?“ Ich sehe ihn ja nicht. Ich bin Arm und blind, da die Ärzte mich verpfuschten, das erzähl ich jedem der es hören will oder auch nicht. „André, wo bist du?“
„Hier bin ig.“ André ist ein Brandenburger, manchmal hört man es, was ich nicht so schlimm finde. Er kommt und nimmt meine Hand. In der anderen Hand steht’s meinen Blindenstock, die Anderen sollen ja sehen, wie schlecht es mir ja geht. Ich habe ständig neue Krankheiten. Meine Mitmenschen müssen es hören. Es soll ja Blinde geben, die ja glücklich sind.
Na ja, wir laufen die Straße runter. André meine Hand haltend. Er erzählt was. Mir ist es egal, weil es nur mich und meine Schmerzen gibt. Ich bin arm und blind noch dazu!!! Darüber sollten wir reden und nicht über was anderes!!! Er führt mich also weiter durch die Stadt, ohne ihn währ ich hilflos. Was ist, wenn er mich stehen lässt? Ich finde ja nicht allein wieder heim. Die Mitmenschen sind ja gemein, außerdem müsste ich ja jemandem sagen, wo ich wohne. Bin ich nicht arm dran? Mal Ehrlich, die hätten damals aufpassen können. Das Leben könnte so schön sein. Mittlerweile am Ziel angekommen sehe ich wieder glückliche Menschen. Sind ja alle nur Doof. Sie können ja nicht glücklich sein, da sie alle nichts sehen.
Der Druck wird immer stärker. André will sein eigenes Leben wieder haben und hat keine Lust mehr, mich zu führen. Eigentlich hatte ich ja nur ein Blindenstock, weil man mir sagte, dass ich einen brauche. Ich sah das bisher nicht so. Aber wenn ich ihn hab, dann kann ich damit Mitleid erregen.
Ich hab da noch so einen Kollegen, der macht Weblogs und Podcasts. Er ist immer so gemein zu mir. Er sagt mir knallhart ins Gesicht:
„Mitleid kriegst du umsonst, neid muss man sich erst verdienen“
Ist das nicht gemein, das zu einem Blinden zu sagen? Na ja, irgendwann werde ich sehen und dann zeig ich es ihm. So lange muss mich eben jemand führen und mir die Welt zeigen. Ich kann es ja nicht allein
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